KESS3-Protokoll und Lesemethode dokumentieren
KESS3 unterstützt je nach aktivierter Konfiguration und Steuergerät OBD-, Bench- und Boot-Zugriffe. Der OBD-Zugang erfolgt über die Diagnoseschnittstelle. Bench verbindet das Werkzeug am Steuergeräteanschluss, während Boot einen Eingriff am geöffneten Steuergerät vorsehen kann. Welche Funktionen verfügbar sind, entnehmen Sie der aktuellen Protokollauswahl und der zugehörigen Herstelleranleitung.
Notieren Sie für den Auftrag den verwendeten Verbindungsmodus und die ECU- oder TCU-Kennung. Bei einem Softwareupdate oder einer anderen Hardwarevariante kann sich der geeignete Ablauf ändern. Ein früher bearbeitetes Fahrzeug desselben Modells ist deshalb keine ausreichende Referenz für den nächsten Datenstand.
Master und Slave vor dem Dateiupload klären
Bei einem KESS3 Master senden Sie den für die Bearbeitung vorgesehenen Datenstand aus Ihrer Lesesitzung. Bei einem Slave ist der Austausch an den zugeordneten Master gebunden. Bitte nennen Sie diese Anbindung bereits in der ersten Anfrage. Das erspart eine spätere Klärung, wenn das Fahrzeug schon ausgelesen wurde und auf die Datei wartet.
Laden Sie Slave-Ausgaben unverändert hoch. Die Umbenennung einer verschlüsselten Datei schafft keine neue Bearbeitungsmöglichkeit. Erst wenn Dateifluss und Zuständigkeit geklärt sind, lässt sich der Auftrag passend vorbereiten. Die Wahl des Gerätemodus bleibt von der eigentlichen Softwareentwicklung getrennt.
Master-/Slave-Anbindung vorbereiten ↗Originaldaten und Sicherungen sauber trennen
Für die Zuordnung benötigen wir die Originaldatei und die Identifikationsdaten des betroffenen Steuergeräts. Kennzeichnen Sie, ob ein echter Read, ein bereitgestellter Virtual Read oder eine andere vom Protokoll erzeugte Ausgabe vorliegt. Bewahren Sie vollständige Sicherungen separat auf und vermeiden Sie, Dateien verschiedener Fahrzeuge in einem Sammelarchiv ohne Erklärung zu vermischen.
Teilen Sie auch mit, wenn der vorhandene Datenstand bereits bearbeitet wurde. Ein scheinbar seriennahes Fahrverhalten ist kein Beleg für unveränderte Software. Bei unklarer Herkunft stimmen wir den Ausgangspunkt ab, bevor auf einer falschen Basis weitergearbeitet wird.
Dateiumfang und Originalbackup prüfen ↗Stage 1 und Stage 2 mit KESS3 anfragen
Ein Stage-1-Auftrag beschreibt die Serienhardware, den vorgesehenen Kraftstoff und den gewünschten Einsatz. Für Stage 2 ergänzen Sie alle relevanten Komponenten und deren Änderungen. Dazu gehören die Informationen, die tatsächlich am Fahrzeug gelten, nicht nur die Bezeichnung eines gekauften Teilepakets. Ein klarer Auftrag hilft, Drehmomentmodell und vorhandene Komponenten gemeinsam zu betrachten.
Bei Automatikfahrzeugen nennen Sie zusätzlich Getriebe und vorhandene TCU-Software, soweit bekannt. Eine Motorbearbeitung und ein Getriebefile sind unterschiedliche Leistungen. Ob eine ergänzende TCU-Abstimmung möglich und sinnvoll ist, wird anhand des konkreten Getriebesteuergeräts geprüft.
Stage-2-Datei mit Hardwareangaben vorbereiten ↗Weitere Optionen und Mapswitch
KESS3 ist das Werkzeug für den unterstützten Datenzugriff. Welche Funktion sich in der Datei umsetzen lässt, hängt zusätzlich von der Steuergerätesoftware ab. Fragen Sie etwa Pops & Bangs oder eine V-Max-Anpassung mit klarer Beschreibung des gewünschten Verhaltens an. Widersprüchliche Wünsche oder bereits vorhandene Änderungen sollten vor der Entwicklung besprochen werden.
Für Mapswitch gleichen wir die ECU-Variante mit der bestehenden Unterstützung ab. Die Lesbarkeit mit KESS3 allein bestätigt keine Umschaltfunktion. Nennen Sie die gewünschten Kennfeldvarianten und den vorgesehenen Bedienweg, damit der technische Umfang geprüft werden kann.
Mapswitch-Fileservice und ECU-Liste ↗Nach dem Schreiben nachvollziehbar prüfen
Verwenden Sie die ausgelieferte Datei im vereinbarten KESS3-Ablauf und ordnen Sie die geschriebene Version dem Portalauftrag zu. Nach der Programmierung folgen Diagnose, Funktionskontrolle und die zur Konfiguration passenden Messungen. Wenn eine Rückfrage entsteht, benötigen wir den konkreten Befund statt einer allgemeinen Vermutung zur Datei.
Für eine Revision sind Rohlogs mit Dateiversion, Messbedingungen und Fahrzeugkonfiguration hilfreich. Beschreiben Sie, ob die Beobachtung reproduzierbar ist und welche Änderungen seit dem ursprünglichen Auftrag vorgenommen wurden. Damit bleibt die Entwicklung am tatsächlichen Zustand des Fahrzeugs orientiert.
Tuningfile und Werkstattprüfung einordnen ↗Geräteauswahl, Portal und aktuelle Credits
Planen Sie KESS3 für Ihre Werkstatt, wählen Sie die Konfiguration nach dem eigenen Fahrzeugbestand und den benötigten Zugriffsarten. Besprechen Sie Master-/Slave-Modell, verfügbare Protokolle und erforderliches Zubehör vor dem Kauf. Eine breite Modellliste bedeutet nicht, dass jede ECU-Variante mit derselben Methode erreicht wird.
Im Kundenportal führen Sie anschließend den eigentlichen File-Auftrag. Die aktuellen Credit-Preise und enthaltenen Optionen entnehmen Sie unserer Preisliste. Bei offenen Punkten können Sie zuerst die technische Anfrage stellen und den Umfang vor dem Start abstimmen.
KESS3 und andere ECU-Flasher besprechen ↗Dokumentation des Tool-Herstellers
Fragen zu dieser Leistung
Welche KESS3-Datei lade ich hoch?
Die unveränderte Ausgabe des zum Auftrag gehörenden Reads mit ECU-/TCU-Identifikation und Lesemethode. Bei Slave-Geräten bleibt der Container unverändert, und die Master-Bindung muss vorab geklärt sein.
Ist Bench für jede KESS3-Anwendung möglich?
Nein. Unterstützte Verbindung, Funktionsumfang und gegebenenfalls erforderliche Vorbereitung richten sich nach ECU, Software und verfügbarer Protokollkonfiguration. Maßgeblich ist die aktuelle Herstellerabdeckung.
